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8. Kaufhaus Rid 12-Stunden-WM
Datum:
02.06.2014
Quelle:
Münchner Merkur
Rubrik:
Sport



Artikel

Mountainbike: "8. Kaufhaus Rid 12-Stunden-WM" Ein Schwarzwälder triumphiert am Gögerl

Daumen hoch: Markus Ziegler gewann die Einzelwertung.

Michael Kalivoda ist selbst im härtesten Wettstreit ein höflicher Mann. Knapp die Hälfte der Zwölf-Stunden-Distanz sind absolviert, gerade braust der Garmisch-Partenkirchener durch die Wechselzone. Dabei erblickt er am Absperrgitter einen Bekannten. „Servus“, grüßt Kalivoda lächelnd nach draußen, und ist gleich darauf wieder ums Eck verschwunden. Neben aller Freundlichkeit war Kalivoda bei der 12-Stunden-WM am Weilheimer Gögerl auch noch verdammt schnell unterwegs. In der Gesamt-Einzelwertung belegte der 42-Jährige am Ende den zweiten Platz. Auf 40 Runden (pro Runde etwa 100 Höhenmeter) brachte es der Fahrer vom „Ghost Maloja“-Team, was rund 248 Kilometern entsprach.

Besser als der Vierfach-Sieger des Weilheimer Rennens war letztlich einer, der in den Vorjahren zweimal das Podest knapp verpasst hatte. Der Schwarzwälder Markus Ziegler (Team „Kona Bike Ranch“) – 2012 und 2013 jeweils Gesamtvierter – schaffte 41 Runden und war damit der Top-Mann der achten Auflage der 12-Stunden-WM. Der Sieg jetzt ist nach den Ergebnissen der Vorjahre „eine Genugtuung“, sagte Ziegler. Der Wettbewerb in Weilheim diente ihm als Training auf ein 24-Stunden-Rennen demnächst. Irgendwann „habe ich gemerkt: es läuft. Dann war es perfekt.“ Ganz ohne Qual kam der Sieger aber auch nicht durch. „Nach sechs Stunden hatte ich mal einen Tiefpunkt“, sagte er. Froh war Ziegler schließlich, als er auf den Zweitplatzierten Kalivoda auffuhr. „Wir sind dann zusammen gefahren.“

Kalivoda war mit seinem zweiten Rang und dem Sieg in der Master-1-Klasse zufrieden. Mit Blick auf seine früheren Triumphe in Weilheim meinte er lachend: „Mit dem fünften Sieg wird es nix mehr.“ Auf dem zu Beginn sehr matschigen Kurs ging Kalivoda kein Risiko ein, fuhr konstant seine Runden. „Ich bin heuer noch kein Rennen gefahren, da fehlte mir etwas das Handling“, sagte er. Nach etwa drei Stunden plagten ihn Krämpfe. Sein Rezept: „Einfach weiterfahren.“

Über 300 Starter aus Deutschland und dem benachbarten Ausland, darunter 69 Einzelfahrer, sorgten für eine stattliche Kulisse. Rechtzeitig zum Beginn des Rennens kam auch noch sie Sonne heraus. Nicht verwunderlich also, dass Organisator Johannes Dornhofer zufrieden war.

Aus der Region waren auch mehrere Fahrer am Start. Der aus Peißenberg stammende Triathlet Lukas Krämer (Argi+ TriTeam Schongau) ging mit Rudi Kemmer für die „Surf + Bike Hütte Peißenberg“ bei den Zweier-Teams ins Rennen. Das Duo landete mit 44 Runden hinter dem „Biehler Werksteam“ auf Rang zwei. „Am Schluss raus war’s brutal“, sagte Krämer – und fügte lächelnd hinzu: „Immerhin sind wir nicht überrundet worden“. Bis dato hatte er dieses Jahr lediglich 200 Kilometer mit dem Mountainbike absolviert. „An den Unterarmen merke ich, dass ich es nicht gewohnt bin“, sagte Krämer.

Bei den Einzelfahrern schaffte Michi Strauß (SC Peiting) beachtliche 32 Runden, was den 29. Gesamtplatz bedeutete. Christian Arzberger vom SC Huglfing absolvierte ebenfalls 32 Runden und landete damit auf dem 36. Platz. In der Klasse „Master 1“ wurde er Elfter. Beste Frau war Natascha Binder (R2 Bike.com MTB Racing) mit 34 Runden.

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