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Fudenas Marathon: Kalivoda Bester Deutscher
Datum:
15.11.2010
Quelle:
VeloTotal
Rubrik:
Race



Artikel

Zum Saisonabschluss galt es für den MTB-Ausdauerspezialisten Michael Kalivoda Ghost-Maloja) nochmals einen dicken Brocken unter die Stollen zu nehmen.


Er trat an 150 Kilometer (2300 hm) langen Fudenas-Marathon auf der Kanareninsel Fuerteventura.

Hier ist Michael Kalivodas persönlicher Rennbericht:

Diese Veranstaltung gilt als einer der spektakulärsten und schwersten MTB-Marathons, nicht nur wegen der Streckenlänge, sondern hauptsächlich wegen der klimatischen Verhältnisse auf der Urlaubsinsel. Neben den sehr heißen 38 Grad am Renntag galt es außerdem dem starken Wind und dem vulkanischen bzw. sandigen Untergrund zu trotzen.

Die diesjährige vierte Auflage des Marathons, das durch die auf den Kanaren stationierte Militäreinheit Soria9 organisiert und durchgeführt wird, erreichte mit gut 900 Startern einen neuen Beteiligungsrekord, und dementsprechend hektisch ging es nach der neutralisierten Startphase aus dem Startort in Corralejo, ganz im Norden der Insel gelegen, zur Sache. Doch bereits am ersten Anstieg formierte sich eine achtköpfige Spitzengruppe, der neben fünf Spaniern auch der auf Teneriffa lebende mehrmalige englische Marathonmeister James Ouchterlony, der frühere Staatsmeister und Bergkönig aus Österreich Hans-Peter Obwaller und meine Person angehörten.

Diese Gruppe harmonierte anfangs ganz ordentlich, und schnell konnte ein passabler Vorsprung zum restlichen Verfolgerfeld herausgefahren werden. Allerdings wurde ich von einem plötzlichen Antritt des Österreichers überrascht, und so zerfiel unsere Gruppe in ein Führungstrio mit Martin (ESP), Ouchterlony (GBR) und Obwaller (AUT), während ich mich mit vier Spaniern in der Verfolgergruppe befand. Aufgrund der Streckenkenntnisse wusste ich, dass es keinen Sinn machte, vor Kilometer 110 des Rennens eine Attacke aus der Gruppe zu versuchen. Ägerlich war allerdings, dass sich die Spanier uneinig waren und in der Folgezeit der Rückstand auf die drei Führenden rapide anwuchs.

Kurz vor Rennhälfte konnten wir den Spanier Martin wieder einholen, und mit einer Tempoverschärfung gelang es mir, unsere Gruppe auf drei Fahrer zu reduzieren. Nach 110 km erreichte man die Südküste von Fuerteventura, und es änderte sich das Streckenprofil schlagartig. Nun galt es die sehr steilen Anstiege mit technisch schwierigen Abfahrten an der zerklüfteten Südküste in Richtung des Zielorts Morro Jable zu bezwingen. Hier muss man zusätzlich auch noch mit starkem Gegenwind kämpfen, und gleich an der ersten Rampe setzte ich einen erfolgreichen Ausreißversuch. Aufgrund des schon sehr großen Rückstandes auf die beiden Führenden galt es den noch verbleibenden Stockerlplatz zu ergattern.

Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel konnte ich zu meinem Erstaunen dann den zweitplatzierten Obwaller an einem der längeren Anstiege vor mir sehen, und ich witterte doch noch meine Chance auf den zweiten Platz. Hierbei riskierte ich in der letzten technischen Passage ca. 20 km vor dem Ziel etwas zu viel, stürzte in einer sandigen Linkskurve und verlor hierbei wertvolle Zeit. Somit musste ich erkennen, dass ich mit starken Schmerzen nur noch auf die Verteidigung des dritten Gesamtrangs bis ins Ziel fahren konnte.

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