Seit der WM waren doch schon wieder fast zwei Monate vergangen und da die auch nicht so optimal verlaufen war, ging ich bei der 12 Stunden MTB Europameisterschaft schon mit gemischten Gefühlen an den Start.

Also fuhr ich von Anfang an mein Tempo ohne auf die Konkurrenz zu achten, da die ersten drei Rennstunden bei so einer Distanz eh irrelevant sind. Als ich dann später erfuhr, dass ich nur auf Platz fünf mit einem Rückstand von fast 10 Minuten auf den Führenden lag, war ich schon etwas überrascht....aber änderte nichts an meiner Renneinteilung. Inzwischen hatten sich meine Rundenzeiten auf dem Rundkurs mit 7,8km/130hm um die 19-20 Minuten eingependelt und das versuchte ich bis zum Zielschluß um 20 Uhr beizubehalten.
Diese Taktik funktionierte einmal mehr, die Konkurrenz fuhr zunemhend schlechtere Rundenzeiten und so konnte ich nach knapp acht Stunden die alleinige Führung in der Einzelwertung übernehmen und Runde für Runde ausbauen.

In der letzten Rennstunde zog dann noch ein schweres Gewitter auf, so dass ich die Rennrunde 35 + 36 noch taktisch gefahren bin, um mir die letzte Umrundung zu ersparen. So fuhr ich nach 11:42 Stunden mit einer Fahrleistung von 282 Kilometern und knapp 4700 Höhenmetern als alter und neuer Europameister über die Ziellinie.