Da ich die letzten Jahre bei 24 Stunden Rennen immer wieder massive Magenprobleme bekam, stand mein Entschluß eigentlich schon länger fest, keine Rennen mehr über diese Distanz zu fahren. Allerdings hatte mich der verpasste Start beim 12 Stunden Rennen in Schnaittach aus der Vorwoche, dann doch kurzfristig zu einem Start im Münchner Olympiapark motiviert.

Schließlich hatte ich ein gutes Gefühl was die aktuelle Form angeht und andererseits war es die letzte Möglichkeit vor der anstehenden längeren Pause noch ein Rennen zu fahren. Bis Anfang September werde ich aus privaten Gründen jetzt keine Zeit mehr haben, möchte aber dann noch einige kleinere Sachen fahren bzw. bei der 12 Stunden EM starten.

Vom Start weg machte mein Kumpel Markus Hager dermaßen Druck auf dem 9km langen Highspeed-Kurs durch den Olympiapark, so dass wir schon in der zweiten Runde nur noch mit dem Österreicher Patrick Grüner gemeinsam an der Spitze des Feldes waren. Patrick hatte leider auch keinen guten Tag erwischt und nach kurzer Zeit fuhren Markus und ich in alter Paarzeitfahrmanier richtig schnelle Rundenzeiten. Nach knapp vier Stunden hatten wir das gesamte Fahrerfeld überrundet und noch bevor es in die Nachtphase gegen 21 Uhr ging, wuchs der Rundengewinn auf sehr beruhigende zwei Runden an.

Nach ca. 10 Stunden Fahrzeit gingen bei mir die Probleme los, die Nahrungsaufnahme wurde immer schlechter und der Magen verkrampfte sich immer stärker. So schickte ich Markus Hager nach knapp 11 Stunden Fahrzeit, alleine auf die Weiterreise und beendete das Rennen. Dies war für mich keine leichte Entscheidung, da wir nach wie vor die mit Abstand schnellsten Rundenzeiten im gesamten Feld fuhren....aber Gesundheit geht vor !!!!