Manchmal kommt es immer Leben doch zu nicht geplanten Situationen, wie das letzte Wochenende als Paradebeispiel dient. Im Rennkalender für diese Saison war das 12 Stunden MTB-Rennen in Schnaittach festeingeplant, da es eine toll organisierte Veranstaltung ist auch und die Strecke sehr abwechslungsreich durch die Ausläufer der Hersbrucker Schweiz führt. Und da auch die Form dieses Jahr sehr ansprechend ist, wollte ich versuchen meinen Vorjahresieg zu wiederholen.

Also holte ich um 18 Uhr meine Startnummer und nach dem Abendessen bekam ich urplötzlich starke Schmerzen im Unterleibbereich bzw. der linken Niere. Anfangs dachte ich mir noch nicht nichts, aber als dann auch noch häufiges Erbrechen dazu kam, wurde mir die Sache etwas mulmig und als gegen 21:30 Uhr die Schmerzen unerträglich wurden, fragte ich die Vermieterin der Ferienwohnung, ob sie mich in das nächste Krankenhaus bringen könne. Im Krankenhaus Lauf konnte dann per Ultraschall keine genaue Diagnose festgestellt werden, aber zumindest bekam ich ein starkes Schmerzmittel gegen die unerträglichen Schmerzen gespritzt. Also ging es im Krankenwagen und Blaulicht direkt ins Klinikum Nürnberg-Nord zur diensthabenden Urologin. Von den wildesten Diganosen bestätigte sich dann eine Harnleiterkolik und vollgepackt mit Schmerzmittel und vorsorglich Antibiotika konnte ich gegen Mitternacht wieder das Klinikum verlassen.

Natürlich war an ein 12 Stunden Rennen am nächsten Morgen nicht mehr zu denken und so brachte ich nach einer gottseidank schmerzfreien Nacht, am nächsten Morgen ganz früh meinen Transponder fürs Rennen zurück und trat auch gleich die Heimreise nach Garmisch an. Schließlich wußte ich nicht ob die Kolik abgegangen war oder einfach noch das Schmerzmittel wirkte.

Da jetzt das restliche Wochenende keine Beschwerden mehr auftraten und die Urinfarbe wieder ganz normal sind, werde ich trotzdem noch mal einen Urologen aufsuchen und falls nichts dagegen spricht evtl. nächstes WE dann ein Rennen fahren.